Momme (mm) ist eine traditionelle Einheit zur Messung der Qualität von Seidenstoffen. Ein Momme entspricht 4,340 Gramm pro Quadratmeter; 8 Momme entsprechen etwa 1 Unze pro Quadratyard oder 35 Gramm pro Quadratmeter.
Die üblichen Momme-Gewichtsbereiche für verschiedene Seidenwebarten sind:
Gaze – 3 bis 5 mm
Organza – 4 bis 6 mm
Habotai – 12 bis 16 mm
Chiffon – 6 bis 8 mm (kann in doppelter Stärke hergestellt werden, i.e. 12 bis 16 mm)
Crêpe de Chine – 12 bis 16 mm
Rohseide – 35 bis 40 mm (schwerere Seidenstoffe wirken eher „wollig“)
Charmeuse – 12 bis 30 mm
Jein. Es kommt darauf an. Im Allgemeinen gilt: Je höher die Momme-Zahl, desto strapazierfähiger das Gewebe, desto luxuriöser der Stoff, desto besser für den täglichen Gebrauch geeignet und desto länger die Lebensdauer. Seide ist generell waschbar, schwerere Sorten sogar mehrmals. Je schwerer die Seide, desto blickdichter wird sie. Dies kann selbst bei derselben Seidenart variieren. Beispielsweise ist leichter Charmeuse in Kleidung durchscheinend, während 30-Momme-Charmeuse blickdicht ist. Daher sollten Sie nicht immer Seidenprodukte mit höherer Momme-Zahl kaufen. Nachtwäsche aus 25-Momme-Seide wäre beispielsweise zu schwer, während 19-Momme-Seide nicht so strapazierfähig ist. Kurz gesagt: Es geht darum, die richtige Wahl entsprechend Ihren Bedürfnissen zu treffen.
Bei Bettwäsche gilt: Je höher der Momme-Wert, desto besser die Seidenbettwäsche. Laken mit einem Momme-Wert zwischen 19 und 25 sind ideal. Seide mit einem Momme-Wert unter 19 eignet sich nicht für die Herstellung hochwertiger Seidenbettwäsche. Vorsicht vor Verkäufern, die Ihnen minderwertige Laken andrehen wollen, ohne den Momme-Wert anzugeben. Fragen Sie daher immer vor dem Kauf nach dieser Angabe.
Hier bei
Die Fadendichte, auch Fadenanzahl pro Zoll (TPI) genannt, ist ein Maß für die Feinheit bestimmter Stoffe, insbesondere von Baumwolle. Obwohl sie nicht das alleinige Qualitätsmerkmal von Seidenstoffen darstellt, dient sie als guter Anhaltspunkt beim Online-Kauf von Seide. Die Fadendichte wird ermittelt, indem die Anzahl der Fäden pro Quadratzoll (bzw. Quadratzentimeter) Stoff gezählt wird, wobei sowohl die Kett- als auch die Schussfäden berücksichtigt werden. Die Fadendichte ergibt sich aus der Summe der Fäden, die entlang zweier Seiten (horizontal und quer) des Quadratzolls gezählt werden.